Viele Coachings wirken kurzfristig. Die Klientin geht leichter aus der Session, schläft ein paar Nächte besser, hat einen Moment der Klarheit oder schafft es kurz, von ihren Bewältigungsstrategien Abstand zu nehmen. Doch dann kippt es wieder.
Nachhaltig ist das erst, wenn es auch dann Bestand hat, wenn niemand mehr mit ihr reguliert, niemand mehr einen Plan schreibt und niemand mehr wöchentlich nachfragt.
Während des Coachings Erfolge zu erzielen, ist die leichteste Aufgabe. Ob das Ergebnis nach dem Coaching Bestand hat, zeigt, wie tiefgreifend die Veränderung wirklich war.
Daran lässt sich Wirksamkeit ehrlicher messen als an einzelnen Durchbrüchen. Braucht die Klientin mit der Zeit weniger Unterstützung von außen oder mehr? Kann sie sich selbst wahrnehmen, bevor das alte Muster übernimmt? Hat sich im Alltag etwas verändert, das sie nicht mehr aktiv kontrollieren muss?
Ein Coaching, nach dem Menschen zuverlässig in dieselben Muster zurückfallen, hat entlastet, aber nichts gelöst.
Welche Methode dabei hilft, ist die kleinere Frage. Für Coaching liegt weniger Forschung vor als für Psychotherapie, sie weist aber in eine klare Richtung: In einer großen Studie mit über 1.800 Coaching-Paaren hing das Ergebnis mit der Qualität der Arbeitsbeziehung aus Sicht der Klienten zusammen, nicht mit der Frage, welche Technik der Coach verwendete (de Haan et al. 2016, Fragebogenstudie).
Welche Coaching-Methode führt zu nachhaltiger Veränderung? →