Methoden sind Werkzeuge. Ein Werkzeug ist nicht gut oder schlecht an sich, sondern passend oder unpassend für eine bestimmte Aufgabe zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Die Frage „Welche Methode ist die beste?“ behandelt Veränderung so, als gäbe es einen universellen Defekt, den man mit dem richtigen Verfahren beheben könnte. Menschen funktionieren nicht so.
Zwei Klientinnen können dasselbe Symptom zeigen, zum Beispiel abendliches Essen ohne Hunger. Bei der einen liegt darunter eine chronische Unterversorgung über den Tag, bei der anderen zurückgehaltener Ärger, für den es bisher keinen anderen Weg gibt.
Dieselbe Intervention kann technisch sauber ausgeführt sein, der einen helfen und bei der anderen ins Leere laufen. Was über die Wirkung entscheidet, ist nicht nur das Verfahren, sondern ob es zu dem passt, was das Muster bei diesem Menschen trägt.